Achtung: Wie Sie als Elektrofachkraft sicher stellen, dass Sie nach einem Strom-Unfall nicht haften müssen

Strom können wir nicht direkt wahrnehmen. Als Elektrofachkraft und als Fachkraft für Arbeitssicherheit sind Ihnen die Gefahren dennoch bekannt, nicht jedoch Ihren Kollegen und Mitarbeitern. Mit dieser Herausforderung stehen Sie nicht allein da.

Fehlendes Verständnis für Gefahren – kennen Sie das?

Arbeiten an und mit elektrischen Geräten sind eine Selbstverständlichkeit. In Beruf und Alltag gehen Mitarbeiter jeden Tag ganz selbstverständlich mit Elektrogeräten um, sie fühlen sich sicher. Sie selbst kennen die Gefahren, die von Geräten ausgehen, die unter Spannung stehen. Doch bei den Mitarbeitern fehlt das Verständnis, wenn Sie zu einer Unterweisung zum Thema Elektrosicherheit auffordern. Ihr Arbeitgeber denkt an die Arbeitszeit, die für eine Unterweisung drauf geht.

Doch mit Ihrem Bestreben, auf die Gefahren aufmerksam zu machen liegen Sie sehr richtig! Wussten Sie, dass jedes Jahr mehr als 200 Personen an den Folgen eines Strom- oder Elektrounfalls sterben? Das ist eine erschreckende Zahl! Und über 1.000 Beschäftigte kommen mit Verbrennungen oder dem Schrecken davon. Nach einem Unfall lautet die erste Frage: „Wann fand die letzte Unterweisung zu Elektrosicherheit statt?“ und „Wo ist der Nachweis, dass Herr Mayer an Ihrer Unterweisung teilgenommen hat?“

Achtung: Haftungsfalle!

Ihr Unternehmen geht immer ein extrem hohes Haftungsrisiken ein, wenn in einer Unterweisung nicht klargestellt wird, dass niemand eigenmächtig an Elektroinstallationen oder -geräten herumbasteln darf. Auch wenn ein Mitarbeiter handwerklich geschickt ist, darf er am Arbeitsplatz nicht mal eine defekte Steckdose austauschen. Dafür fehlt oft das Verständnis. Warum soll gewartet werden bis die Elektrofachkraft aus dem Urlaub zurück kommt, wenn doch Herr Berger als Heimwerker in seinem Haus schon viele Lampen selbst installiert hat? Doch Herr Berger, der keine Elektrofachkraft ist, darf per Gesetzt keine Elektroarbeiten ausführen – auch keine banalen Kleinigkeiten.

Kommt es zu einem Stromunfall oder einem Brand, werden die Arbeitsschutzbehörden penibel nachfragen: Wer hat welche Elektroarbeiten mit welcher Fachkunde durchgeführt und wer hat wen damit beauftragt?

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